Mich wundert etwas, dass hier noch keinem ein wunderbares liebevolles Detail aufgefallen ist:
Bei der einleitenden Außenszenerie vor der Hochzeitsfeier gibt es einen Schwenk über die fast ausschließlich dunklen parkenden Fahrzeuge, neben denen ein völlig neuwertiger ockerfarbener Peugeot 403 Cabrio anhält. So sähe also Columbos Auto aus, wenn dieser es (zwar in anderer Farbe) frisch aus einem Autohaus geholt hätte! Dies ist auch deshalb bemerkenswert, weil es auch in der Realität nur noch sehr wenige dieses damals in sehr geringer Stückzahl produzierten Wagens gibt.
So, das war dann die letzte Folge - nach vier Jahren Pause hat man sich endlich dazu entschieden, den schon in den 90ern völlig altbackenen Look endlich durch eine zeitgemäße Bild- und Lichtästhetik zu ersetzen. Und neue Titel gibt es gleich auch. Und: Der erste und einzige Columbo in 16:9! Das Ganze ist technisch und ästhetisch wirklich rundum gelungen!
Wirklich schade, dass es nach diesem Relaunch nur bei dieser einen Folge blieb. Ich nehme einfach mal an, dass die Finanzierung für künftige Folgen auch deshalb nicht gelang, weil Peter Falk schon Zeichen seiner Alzheimer-Krankheit hatte (das aber nur als Vermutung).
Übrigens muss hier dringend bei \"Schauspieler\" noch Jorge Garcia ergänzt werden, der ja kurz nach dieser Folge als \"Hugo\" in LOST einige Berühmtheit erlangt hat und hier in einer kleinen Nebenrolle als Türsteher Julius agieren darf.
Habe die Folge gerade zum ersten Mal gesehen (hatte ich wohl seinerzeit verpasst).
Ich finde die Folge sehr... na ja, schlecht:
- Die Autoszene fand ich tatsächlich ziemlich witzig.
- Billy Conolly ist der lausigste Dirigentendarsteller, den ich je gesehen habe. Das hat ja nicht mal ansatzweise was mit Dirigieren zu tun!
- Er dirigiert mit Handschuhen? Wer macht das denn? Ein Zirkusmusiker?!
- Um das mit den Noten auf dem Taktstock aufzuklären: Ich hatte das beim Anschauen so verstanden, dass diese Noten nicht nur das \"Liebesthema\" Gabe/Becca sind, sondern gleichzeitig auch das musiklische Motiv des besagten Ocar-Gewinner-Filmes \"The Killer\". Das wäre dann ein Beweis dafür, dass nur das Opfer diese Musik geschrieben haben kann (wegen der Botschaft an Becca). Anders würde der ganze Buhei überhaupt keinen Sinn machen!
Ich vermute mal, dass diese Zweideutigkeit dann den Kürzungen im Drehbuch zum Opfer gefallen ist.
Die schauspielerische Leistung ist hier wirklich klasse, was man allerdings von Regie/Schnitt nicht behaupten kann. Es gibt total viele Schnittfehler und nervig ist auch, dass die Filmmusik beim Schnitt verstummt. Ansonsten wäre der Plot eher was für die damaligen 70-Minüter. Der Mörder wäre heutzutage wegen DNA-Proben an der Zigarette sofort überführt worden. Generell war er nicht wirklich clever. Dafür gab es einige ganz amüsante Szenen. Allerdings ist der Film höchstens Durchschnitt. 3/5 Punkte
Da einer meiner Freunde ein Anwalt ist, fragte ich diesen mal ob dieser Beweis überhaupt bestand hätte. Antwortete er mir ja, da mehrer Zeugen im Raume waren und diese bestätigen können
Der Fall wirkt irgendwie ziemlich unausgegoren; Columbo erzielt nicht wirklich Fortschritte und plötzlich ist der Fall gelöst.
Wahrscheinlich hält Columbo Cahill für einen Ehrenmann, dem man vertrauen kann (und das obwohl er ein Mörder ist) und begnügt sich mit deswegen mit dem Geständnis.In de späteren Folge \"Mord unter Brüdern\" tut er das nicht mehr.
Sicherlich ist die Folge eine Abwechslung von dem typischen Columbo-Strickmuster. Richtig überzeugen kann sie leider nicht, obwohl sie gut beginnt. Wie kann ein geplanter Mordversuch, der gar nicht mehr nötig war, vertuscht werden? Dies hätte als Plot gereicht. Dass dann aber die Tante den Neffen umbringt macht alles etwas zu konfus und lenkt von Columbos Ermittlungen ab. So ist die Videobeweisszene etwas komisch. Man erkennt, dass zum Schluss beim Zoom die Kamera zoomt, nicht das ein nachträglicher Zoom am Band durchgeführt wurde. In der Schlussszene gibt es auch einen kleinen Übersetzungsfehler. „Ein Spatz in der Hand ist besser als eine Taube auf dem Dach“ sagt zwar auch aus, dass man sich wie auch bei „one in the hand is better than two in the bush“ mit dem zufrieden geben soll mit dem, was man hat, aber: das deutsche Sprichwort unterscheidet qualitativ, das englische quantitativ. Und dann gibt es auch Sinn: er muss ihr erstmal den Mord an ihrem Mann gar nicht nachweisen, da er sie wg. des anderen Mordes überführen kann. Wie dem auch sei, eine mäßige Episode. 2/5 Punkte
Ich finde es ja schon ziemlich merkwürdig, dass der Onkel (das Mordopfer) ein Foto von sich selbst auf dem Schreibtisch stehen hat. Normalerweise hat man da doch Bilder seiner Frau/Lebensgefährtin/Familie stehen. Aber nur ein Bild von sich selbst? Ich weiß ja nicht... ^^