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Mord unter Brüdern  
Tonio
31.08.2017 22:58:01
 
Ein Gestütsbesitzer entledigt sich seines nichtsnutzigen Bruders und Teilhabers, der Wettschulden bei einem Mafioso hatte, dem er den Mord in die Schuhe zu schieben gedenkt und den er in vermeintlicher Notwehr ebenfalls tötet. Damit sind aber weder Columbo noch ein von Rod Steiger gespielter Pate einverstanden… Der übliche Standard auf gewohntem Niveau, bei dem sogar die exakte Vermessung und zoologische Klassifizierung einer toten Maus eine Rolle spielt, herrlich. Mehrwert beim Verhältnis zur Mafia, der Steiger ein Grandseigneur-Gesicht verleiht, ohne die Brutalität zu verhehlen: Es gibt Cops, die mit jedem zusammenarbeiten, wenn der Zweck die Mittel heiligt. Es gibt Cops, die die Bösen nur ausnutzen, um sie ebenfalls hochgehen zu lassen. Und es gibt Columbo – selbst sehen!

Etwas seltsam nur, dass der Ermittler die Sprache seiner Vorfahren verlernt zu haben scheint, mit der es in „Mord a la Carte“ noch recht gut stand. Nun gut, diese Folge ist 17 Jahre älter. Aber wenn ich bedenke, wie gut meine Großeltern ihr Polnisch ihr ganzes langes Leben auf Knopfdruck abrufen konnten, auch wenn der Knopf lange nicht gedrückt worden war, wohl ein Continuityfehler.

Undercover  
Tonio
31.08.2017 17:08:33
 
Undercover (1994): Unter dem selten bescheuerten Titel „Zwei Leichen und Columbo in der Lederjacke“ erschien diese gleichsam gewöhnungsbedürftige wie reizvolle Episode, die sich besonders weit von Schema F entfernt. Der Anfangsmord ist ohne zu fangenden Mörder, da sich zwei Personen gegenseitig umgebracht haben. Scheinbar nichtiger Anlass war ein Stück eines rätselhaften Fotos. Also wird, nachdem Columbo sowieso immer Indizien wie Puzzleteile zusammensetzt, ein Puzzle mal zum Hauptthema. Das Bild weist auf die Beute eines Bankraubes hin, und auf der Suche nach den anderen Teilen sterben noch mehr Menschen. Das typische Spielchen zwischen Columbo und dem Mörder gibt es erst im letzten Akt. Was der Ermittler zwischenzeitlich so zusammenpuzzelt und was ihm widerfährt, ist teils hergesucht (die wunderbare Krankenhausepisode stellt z.B. die Frage, warum Columbo als Besucher eines Gangsters sehr vorsichtig, als Besuchter eines Gangsters aber absurd leichtsinnig war). Aber oft superb. Letztlich scheint mir das ein sehr bewusstes Spiel nicht nur mit Kleidern, sondern auch mit Identitäten zu sein. Im „Aso“-Milieu braucht er undercover kaum die Kleidung zu wechseln. Als Mafiapate kombiniert er die falsche elegante Kleidung mit der echten italienischen Herkunft (übrigens steuert der Soundtrack eine superbe Nino-Rota-„Pate“-Parodie bei). Und ausgerechnet in dieser Kleidung, die ihm fremder nicht sein könnte, offenbart er einer Galeristin, doch ein Cop zu sein. Das augenzwinkernde Spiel zwischen Schein und Sein, welches sich auf der filmischen Meta-Ebene fortsetzt (Pate-Soundtrack!), bekommt noch einen Höhepunkt in der warmherzigen Szene zwischen dem in die Jahre gekommenen Inspektor und einer in die Jahre gekommenen Hure. Nicht nur hier erklingt Musik aus den 1920er Jahren, aber nur hier ist an keinem Detail zu erkennen, dass die Szene NICHT in den 1920er Jahren spielt. Assoziationen an alte Zeiten und vor allem alte Filme werden wach, bei einem Cast mit einem insgesamt beachtlichen Durchschnittsalter. Ich kann mir nicht denken, dass diese Kombination aus Cast, Drehbuch, Musik, Ausstattung, Beleuchtung reiner Zufall ist. Von daher ein nicht ganz runder Columbo (auch der Fall hat diverse Ungereimtheiten), aber einer, der leicht unterschätzt werden kann.

Ein Toter in der Heizdecke  
Tonio
28.08.2017 09:33:24
 
Hier sind wir, sieht man von der Mode der Damen und vom Alter des Ermittlers ab, noch sehr beim Ur-Columbo der 1970er Jahre, und das ist gar kein Nachteil. Altes Erfolgsrezept, das von den Variationen lebt, und diesmal auch wieder von einem Top-Gaststar in (Mörderinnen-)Hauptrolle. Die nicht mehr ganz junge, aber immer noch sehr attraktive und elegant-verführerische Faye Dunaway adelt die Folge ungemein, und sie kann wirklich alles spielen, von der Mörderin mit Gewissen (Bonnie und Clyde) über die Frau völlig ohne Gewissen (Network) über die Trinkerin (Barfly) bis zur… Grande Dame, die ein nachvollziehbares, wenn auch nicht entschuldbares Motiv für ihre Tat und eine hochinteressante Beziehung zu einer anderen Frau hat, deren Geheimnis erst am Schluss gelüftet wird. Zudem flirtet sie so heftig mit Columbo, wie dies sonst nie war, und der Mann scheint sogar darauf einzugehen. Scheint? Das ist das Großartige an Columbo, und oft schätze ich die Folgen mit weiblichen sowie nicht unsympathischen Mördern noch ein wenig mehr: Man kann weder sagen „Er lässt sich eiskalt darauf ein, um sie hochzunehmen“ noch „Er lässt sich um den Finger wickeln“. Es ist immer ein wenig von Beidem, miteinander verschränkt, da wechselt Columbo schon mal die Haltung (wie hier, schönes Symbol, eine Krawatte). Der Mann ist unbestechlich und würde der stets erwähnten, aber nie gesehenen Gattin nie untreu werden. Gleichzeitig kann und will er sich dem Charme nicht ganz entziehen, hat eine Sympathie oder zumindest Empathie auch mit den Tätern und manchmal grad den Täterinnen. Daraus, in Kombination mit der großartigen Dunaway, zieht die Folge ihren ganz besonderen Reiz. Der Spürsinn kommt natürlich ebenfalls nicht zu kurz.

Todesschüsse auf dem Anrufbeantworter  
Tonio
28.08.2017 09:33:24
 
Der Film ist mit William Shatner prominent besetzt, der ein gleichsam schleimiger wie gnadenloser Moderator ist (Fake News und unsaubere Tricks lassen die Folge aktuell werden, wenn man an die USA denkt, auch wenn dort die Rollen von Politik und Medien vertauscht sind). Und er ist der Mörder, was Columbo wie üblich fasziniert staunend wie amüsiert in die damals schöne neue Welt der Handys und der Netzlöcher führt, welche für die Aufklärung dann auch zentrale Bedeutung haben werden. Auch hier die Kunst der späten Columbos, den Ermittler mit der Neuzeit zu konfrontieren, die dieser zwar nicht ablehnt, die aber auch die guten alten Tugenden von Cop wie Serie nicht verwässern. Ein gleichsam sympathisches Update: Darauf, dass Schwulsein jetzt offen ausgelebt und erwähnt wird, reagiert der Inspektor erfrischend unaufgeregt (er sagt sinngemäß, dass die Homos auch nicht schlimmer sein könnten als die ganzen heterosexuellen Gatt/inn/enmörder aus seinem langen Ermittlerleben). Neben dem üblichen hohen Standard gibt es einen echten Brüller-Gag mit Columbo im TV-Studio, der nicht verraten sei. Und die symbolische Krawatte aus der vorigen Folge scheint direkt von Faye Dunaway zu William Shatner gewandert zu sein. Ich würde die Folge als knapp unter der Spitzengruppe werten. Shatner gibt den Kotzbrocken, das macht er gut, aber er macht eben nicht mehr. Folgen mit ambivalenten und/oder teils sympathischen Tätern (oft große Frauenrollen, z.B. gespielt von Ruth Gordon oder Faye Dunaway) mag ich noch ein wenig lieber. Aber eine runde Sache ist auch diese Episode.

Die letzte Party  
Tonio
24.08.2017 09:38:10
 
Der letzte „Columbo“ (2003) kommt mit Tekkkno-Sound (leider nicht nur in einem kurz vor der Eröffnung stehenden Club) und einer arg hohen und knarzigen deutschen Stimme des in Ehren ergrauten Ermittlers daher, ferner fehlen die großen Gaststars in größeren Rollen, die viele Folgen der 1970er Jahre stark aufgewertet hatten. Trotz dieser Schwächen ist das ein „Columbo“, wie er leibt und lebt. Was die späten Folgen und auch diese auszeichnet, könnte man mit einem Zitat aus dem vierten „Dirty Harry“ so beschreiben: „Die einzige Konstante in einer sich wandelnden Welt“. Das ist Harry mit seiner Magnum und Columbo mit seiner Mischung aus messerscharfem Verstand und kauzigem Understatement, von dem man nie genau weiß, ob es echt oder vorgeschoben ist, irgendwie eine Mischung aus beidem, die der Inspektor (eigentlich ja Lieutenant) wohl selbst nicht auseinandergedröselt bekommt. Man versucht weder zu verheimlichen, dass die Folge im Hier und Jetzt spielt (es gibt Handys, E-Mails und ermittlungstechnischen Schnickschnack) noch versucht man, Columbo zu modernisieren. Er geht zwar mit einer Mischung aus anerkennender Bewunderung und freundlichem Amüsement durch den Tanzschuppen („Tanzen die jungen Leute tatsächlich zu dieser Musik?“), lässt sich aber nicht beirren. Dies sowie die wie üblich ausgeklügelte Auflösung macht den Charme auch noch dieser Folge aus, sodass man sagen kann: Aufhören, wenn’s am Schönsten ist. Und es war bei einer Serie, die 35 Jahre mit demselben Hauptdarsteller lief, alles andere als selbstverständlich, dass dies gelang und das Niveau gehalten werden konnte. Ohne wirklich besonders brutal in der Darstellung zu sein, ist der Mord zwar expliziter als in früheren Folgen, aber das passt zu der extrem abgedrehten Steigerung der Geschehnisse, die in eine nicht minder abgedrehte Kriminalgeschichte/-ermittlung münden, in denen ein Columbo freundlich gesinnter Mafioso zu den nettesten Nebenfiguren gehört. Das Ganze in dem Setting angemessener schreiend bunter, manchmal avantgardistischer Optik, auch wenn man sich in der Anfangsphase fragen mag, ob wir in einer Welt reicher Schmierlappen sind, denen der späte Charles Bronson in einem drittklassigen Fernsehfilm mal so richtig zeigen möchte, wo die Wumme hängt. Columbo macht das auf seine Art aber viel besser. Nicht die beste Folge, aber ein würdiger Abschied.

Meine Tote - Deine Tote  
Gast: Michael Schönenbröcher
19.08.2017 12:11:17
 
Einen Fehler habe ich noch entdeckt: Der Hubschrauber auf der Suche nach dem Einbrecher wechselt in zwei Szenen das Fabrikat. Auch der Suchscheinwerfer ist an verschiedenen Stellen angebracht.

Das Aschenpuzzle  
uncutmovies
25.07.2017 22:24:21
 
Ich meine, ich habe mal eine längere Version gesehen, wo Columbo im Sarg im Krematorium liegt und Price den Brenner anstellt.

Schwanengesang  
Gast: Nobbi
01.07.2017 00:38:06
 
Wirklich eine Spitzenfolge. Gehört zu meinen absoluten Favoriten. Ist übrigens jemandem der kleine Namensgag in dieser Folge aufgefallen? Columbo spricht Tommy Brown auf das geänderte Arrangement an und erwähnt dabei dessen Arrangeur namens "Nick Solecanto".
Vergleicht das mal mit dem Namen des Regisseurs ;)
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