Ich muss sagen, ich mag diese Folge sehr, sehr gern. Abigail ist super! ;-)
Sehe sie gerade zum 2. Mal und Abigail erzählt gerade, dass sie nicht so gern Schiffe mag, weil Phyllis auf einem wie dem, das sie sich gerade mit Columbo ansieht, umgekommen sei.
Da wurde ich hellhörig, denn am Anfang der Episode habe ich verstanden, die Nichte sei bei einem BUS-Unglück ums Leben gekommen.
Habe ich mich nur verhört oder haben wir in der deutschen Fassung diese unterschiedlichen Versionen?
Da ich Live-TV schaue, kann ich nicht zurückspulen.
@NewOrder Gerne; ich helfe, wo ich kann. Eine Frage zu der Folge allerdings kann auch ich als Experte nicht beantworten. Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen:
Warum stürzen Laurel & Hardy am Ende auf Columbo zu, obwohl er das Angriffskommando gar nicht gesagt hat, und warum stürzen sie nicht auf ihr Herrchen zu, obwohl er das tödliche Wort gesagt hat? Die Erklärung "Weil sie ihr Herrchen lieben" ist ungültig, denn den Charly mochten sie auch, und das Herrchen hatte sich früher zur Abrichtung seiner Dobermänner extra fern gehalten und seine Stimme aus dem Lautsprecher an der Strohpuppe kommen lassen.
Mögliche Antwort: Ein Anflug von ärgerlicher Unlogik im Script?
Ansonsten eine sehr originelle Mordmethode, auch wenn dem intelligenten Zuschauer von Anfang an klar sein dürfte, dass die Aufregung während des Mordes auf dem EKG aufgezeichnet sein muss, und dass Columbo das EKG am Ende vorweisen können wird.
Ich gehöre wohl zu den wenigen Befürwortern dieser oft verkannten Spitzenfolge. Schon die Starbesetzung des Klassikers ist oberstes Regal, und mit Helmo Kindermann (der schon den Ray Flemming in "Mord nach Rezept" perfekt sprach) in der Rolle des schmierigen Jerry Parks hat die ARD auch in der deutschen Fassung einen würdigen Kunstgriff getätigt. Dies ist wahrlich keine Folge, die man von 70 auf 60 min hätte verstümmeln dürfen. Wer sich trotzdem nach der ARD-Schwarzkopf-Synchro sehnt, kann sie natürlich jederzeit von mir bekommen.
Jackson Gillis, einer der am häufigsten für "Columbo" eingesetzten Autoren begann bereits im zweiten Jahr damit, der herkömmlichen Formel neue Variationen abzugewinnen. Hier ist das Konzept famos: Der Zuschauer denkt, Nora Chandler habe sich in ihrem Opfer ganz unglücklich vertan, um erst am Ende heraus zu finden, dass die Mörderin sehr wohl nach einem vollkommenen Plan gehandelt hat. So kreative Ideen kommen in anderen Serien nur alle Jubeljahre mal vor; bei Columbo aber regelmäßig innerhalb einer Staffel.
Ich muss 8 von 9 Punkten geben.
Nachdem Horst Stark zuvor schon dreimal die Mörder wunderbar gesprochen hatte, nahm man ihn hier ein viertes und letztes Mal - und wieder garantiert das eine gelungene deutsche Sprachfassung.
Richtig schön: die Musik am Ende, als Columbo und sein neuer Freund Officer Sanchez Abschied nehmen müssen.
Witzige Kulturkontraste zwischen dem Ami und den Mexikanern heitern die ohnehin schon von angenehmem Urlaubsfeeling geprägte Atmosphäre zusätzlich auf. Commandante Sanchez kann von Glück sagen, dass Tourist Columbo ihm über den Weg gelaufen ist und freiwillig für ihn - mit sympathisch-kindlicher Neugier für die ihm fremde Lebenswelt - den Fall zu lösen gewillt ist.
Das Motiv war also einzig und alleine, dass sein Freund sah, dass er als Matador unfähig ist? Und dann diese grausame Hinrichtung? Mein lieber Mann.
Ich fand die Folge ausgezeichnet. Tolle Atmosphäre, hervorragende Synchro. Sehr witzig die Szene mit dem Auto. Toller Ausraster von Montalban.
9/9
Nachdem die ARD 1975 zunächst den EinfallI hatte, die nicht ganz so spannenden Columbo-Folgen zu verstümmeln, kam ihr wohl beim Betrachten der England-Episode die Idee, dass man manche Folgen auch komplett wegschneiden könnte. Was in Staffel 2 nur einmal vorkam (und zwar hier), fand ab Staffel 3 häufiger Anklang bei den Programmverantwortlichen des Ersten Deutschen Fernsehens: Ganze Folgen wurden verschmäht und erst bis zu 17 Jahren später von RTL uraufgeführt. Mit "Alter schützt vor Torheit nicht" begann 1992 die Claus-Biederstaedt-Ära.
Stärken und Schwächen halten sich in dieser mittelprächtigen Folge die Waage. Es ist amüsant, wie Scotland Yard den zwei Mördern auf den Leim geht und nur Columbo als lästiges Anhängsel macht seinen Job richtig! Der Schauplatz London und der Akzent der spießigen Briten (im Original) lassen den schnodderigen Amerikaner wieder herrlich fehl am Platz erscheinen.
Ein großes Manko ist aber die geringe Anzahl an Szenen, in denen Columbo seinen Widersachern auf den Zahn fühlt. Er spricht so gut wie nie mit ihnen und dadurch fehlt der Verbalschlagabtausch, der einen Columbo-Krimi im Wesentlichen ausmacht. Und dass der Inspektor dann auch noch mit einem gefälschten Beweis operieren muss... na ja, gut, hat er auch schon in "Mord mit der linken Hand" gemacht.
Ich gebe 5 von 9 Punkten.