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Episoden Kommentare

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Wein ist dicker als Blut  
16.02.2018 19:09:21
 
Phänomenale Folge mit einem überragenden Donald Pleasence. Die Synchro tut ihr übriges dafür, dass sein Charakter einzigartig bleibt. Ich hätte gut Lust, die Folge nochmal zu gucken.
9/9

Ein gründlich motivierter Tod  
15.02.2018 22:36:39
 
Ein grandioser Höhepunkt der Serie. Immer wenn Columbo seine Gegner mit deren eigenen Waffen schlägt, gerate ich in Euphorie. Es ist unglaublich, dass Stephen Cannell das Script ohne Auftrag, nur aus Langeweile während eines Autorenstreiks geschrieben hat. Eine der genialsten Storys der Serie hat der einfach nebenbei aus dem Ärmel geschüttelt! Perfekte Katz-und-Maus-Dialoge. Robert Culp ist mir der beste Typ Gegenspieler, den es in "Columbo" gibt:. Charakterstark, gefährlich, edel, elitär, gerissen. Und die berühmte Stimme von Lothar Blumhagen passt zu ihm noch besser als die von Reinhard Glemnitz. Neben dem handsignierten Autogramm von Peter Falk hängt an meiner Wand noch ein zweites von Robert Culp. Schade, dass Culp im Columbo-Revival ab 1989 nicht so wie Patrick McGoohan, George Hamilton oder William Shatner ein weiteres Mal morden durfte und nur für eine Nebenrolle genommen wurde.

Mord in Pastell  
15.02.2018 19:12:04
 
@rekath16 Einspruch! ;) Man kann nicht sagen, dass der Mörder Fehler macht oder sich dumm verhält. Ich sehe in seinem Plan keinen einzigen Fehler; es ist eigentlich nur Columbos Absonderlichkeit, die ihm zum Verhängnis wird: Dale Kingston ist weder Schuld daran, dass Columbo nachts bei ihm in der Wohnung sitzt und pennt, noch ist er Schuld daran, dass Columbo seine Pflichten als gewissenhafter Ermittler vernachlässigt ("Ach Mr Kingston, das wäre doch verlorene Zeit!") xD
Nachdem Dale mit der weggeschmissenen Mordwaffe und dem Packpapier den Verdacht auf die Witwe gelenkt hat, macht Columbo ihm einfach nur einen Strich durch die Rechnung, als er wider Erwarten sagt "Da bin ich genau Ihrer Ansicht, Ihre Tante muss unschuldig sein." Dale musste erwarten, dass jeder normale Detektiv die Indizien ernst nehmen und routinemäßig die Witwe als Mörderin in Betracht ziehen würde, und auf die Hausdurchsuchung hätte er niemals so nachdrücklich zu bestehen brauchen. Bloß weil sich Columbo, clever wie er ist, den Köder zu schlucken weigert, muss Dale befürchten, seine zwei Morde waren jetzt völlig umsonst, nur weil Columbo seine Arbeit nicht ordentlich macht.
Und die Schlusspointe ist für mich der beste Clou der gesamten Serie: Dale sieht sich schon ausgetrickst und überführt - dann kommt ihm die rettende Idee, wie er sich doch noch den Hals aus der Schlinge ziehen kann - er denkt schon, jetzt ist er in Sicherheit - und dann macht ihm Columbo diesen letzten Sieg auch noch kaputt. Ganz bedröppelt steht der Mörder dann da und weiß nichts mehr zu sagen. Fantastisch!
Kurz gesagt: "Mord in Pastell" ist mein Lieblingsfall.

Des Teufels Corporal  
15.02.2018 11:25:30
 
Außerordentlich herausragende Episode mit einem hervorragend spielenden Patrick McGoohan, der nicht ohne Grund dafür seinen Emmy gewonnen hat.
Im Dialog zwischen Columbo und Rumfordt spürt man gegenseitigen Respekt, was man auch in der Endsequenz nochmal gut sehen kann.
Wie so häufig ist die Lösung des Falls nicht mehr als eine Sammlung von Indizien. Rumfordt hätte den Mord nicht zugeben müssen.
9/9

Playback  
15.02.2018 10:08:25
 
@rekath16 In der rar gewordenen Urfassung mit Klaus Schwarzkopf ist "Playback" sogar noch kürzer, nur 65 min. Die ARD befand die Szene mit Columbo in der Kunstgalerie für überflüssig oder langweilig und schnitt sie heraus. Die Dialoge dieser ARD-Synchronisation sind sehr nahe an der RTL-Fassung; meist gleichen sie sich aufs Wort, aber die große Stimme von Oskar Werner macht den kleinen feinen Unterschied. Bei Interessenten an der Schwarzkopf-Version bin ich gerne bereit, ein Exemplar zu verschenken.

Geld, Macht und Muskeln  
14.02.2018 14:47:55
 
Das ist der erste Fall, den ich abgebrochen habe.
Allein schon der Titel macht "Freude". Ich kam mir zeitweise vor, wie in einer Bodybuilding-Dauerwerbesendung. Es geht nur um den ach so tollen Körper von dem sehr schwachen Schauspieler.
1/9

Playback  
14.02.2018 14:03:35
 
Wahnsinnig kompakte und kurze Episode mit einem herausragenden Oskar Werner, in seiner letzten Filmrolle.Scheinbar musste Falk auf den Drehtagen sogar kontinuierlich Überzeugungsarbeit leisten, damit Werner nicht mittendrin abbricht.
Ich war ziemlich überrascht, als die Folge plötzlich vorbei war. Das übliche Columbo-Nerven fehlt auffallend.
Leider habe ich nie die Urfassung mit Schwazkopf und Oskar Werner himself sehen können.
Sehr überzeugende Folge.
9/9

Stirb für mich  
11.02.2018 22:31:29
 
Bei einer Länge von 72 min statt 92 min wäre dieser Fall sicherlich nicht erst heute vor 26 Jahren zum ersten Mal in Deutschland bei RTL gelaufen, sondern schon in den 70ern in der ARD, denn inhaltlich sehe ich keinerlei Mängel. Zeitlupendenker Columbo raubt gestresstem, machtgeilem Senatskandidaten die Zeit und kocht ihn weich. Ein Verschwörungstheoretiker, der immer Recht hat, weist auf brillantem Wege die Verschwörungspraxis eines selbstsüchtigen Politikers nach. Eine jener Überführungsszenen, bei denen es dem Mörder vor Staunen die Sprache verschlagen hat, und wo der Zuschauer vor Freude über Columbos Triumph in die Hände klatschen kann.
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