Jeffrey Cava, Patrick McGoohan (Story: Jeffrey Cava)
Musik:
Dick de Benedictis
Beschreibung:
Hollywood-Komponist Findlay Crawford ist auf dem Höhepunkt seiner langjährigen Karriere: Er bekommt den Oscar für den Soundtrack zum aktuellen Film "Der Killer". Doch dieser geht, wie einige der in jüngster Zeit gefeierten Erfolge des eitlen Künstlers, auf das Konto des hochtalentierten jungen Gabriel McEnery, der für Crawford arbeitet. Nun hat McEnery sein Schattendasein satt und stellt Crawford zur Rede. Crawford beruhigt den überraschten und erfreuten McEnery, indem er ihm verspricht, dass Gabriel beim nächsten Film unter seinem eigenen Namen die Filmmusik komponieren darf. Außerdem solle er bei der am nächsten Abend zu Crawfords Ehren stattfindenden Gala mitdirigieren. Doch Crawford trifft in Wirklichkeit ganz andere Vorbereitungen. Am nächsten Tag bereitet sich McEnery auf den Abend vor. Von seiner Freundin hat er einen Taktstock geschenkt bekommen, auf den sie eine Notenfolge gedruckt hat. Gabriel schreibt ihr am Computer eine Komposition und steckt diese ein. Dann erscheint überraschend früh Crawford. Der überbringt ihm die gute Nachricht, dass der Regisseur von der Idee der von McEnery komponierten Filmmusik begeistert wäre. Crawford hat Champagner mitgebracht und will mit seinem Schützling anstoßen. Doch als dieser vom Champagner getrunken hat, fällt er bewusstlos zu Boden. Dann präpariert Crawford den Tatort und platziert McEnery samt Taktstock und Schuhen, die er ihm eigens anzieht, auf dem Dach des Gebäudes. Es soll so aussehen, als hätte er dort das Konzert mitdirigiert. Crawford eilt nun zu seinem Konzert. Er lässt einen Aufzug zum Dach fahren, auf dem McEnery liegt. Als der Aufzug oben ankommt, stößt dieser den bewusstlosen Musiker vom Dach, während Crawford bereits sein Orchester dirigiert. Der herbeizitierte Columbo wundert sich, dass der Tote nicht geschrieen hat, als er vom Dach stürzte, da die Augenzeugen berichten, sie hätten keinen Schrei gehört. Auch auf dem Dach entdeckt der Inspektor einige Kleinigkeiten, die ihn verwundern. Columbo trifft auf Crawford, welcher den Tod McEnerys sehr bedauert und bei dieser Gelegenheit auch direkt sein Alibi präsentiert. Columbo begleitet Crawford nach Hause und konfrontiert ihn mit einigen Dingen, die ihn stören. So fehlt an McEnerys Schlüsselbund dessen Haustürschlüssel. Diesen hatte Crawford zuvor an sich genommen, um in der Wohnung noch Hinweise auf ihn verschwinden zu lassen. Doch Columbo ist bereits am nächsten Morgen in McEnerys Wohnung, in der er vor allem Fotos vom Verstorbenen begutachtet. Dabei fällt ihm auf, dass McEnery selbst bei feierlichen Anlässen stets Turnschuhe trug, nur bei seinem Tod nicht. Außerdem entdeckt er, dass der Anzug, den McEnery in der Todesnacht trug, vom Kostümverleih stammte. Dort bekommt der Inspektor die Auskunft, dass McEnery auf die Frage nach seiner Schuhgröße gar nicht geantwortet hat und daher auch keine Schuhe in passender Größe mitbekommen hat. Columbo sucht wieder Crawford auf, der gerade Musikaufnahmen für einen neuen Film einstudiert. Dort berichtet der Inspektor von den Schuhen. Columbo untersucht den Fahrstuhl und erfährt, dass dieser eigens für einen Film eingebaut wurde. Währenddessen findet Crawford in McEnerys Wohnung das, was er suchte, nämlich die Beweise, dass McEnery in Wirklichkeit die Filmmusik komponiert hat. Diese kann Crawford nun vernichten. In der Zwischenzeit erklärt Columbo dem Regisseur Sidney Ritter, dass der Tod McEnerys kein Unfall war. Der Inspektor erläutert, wie der Mord stattgefunden hat. In einem Gespräch mit Rebecca, der Freundin McEnerys, erfährt der Inspektor, dass sie Gabriel am Todestag einen Taktstock geschenkt hat und dass die Musik zu dem Film "Der Killer" allein vom Toten stammte. Als Columbo Crawford wieder aufsucht, ist dieser gerade abgelenkt, da er gerade von Ritter erfahren hat, dass diesem seine neue Filmmusik nicht gefällt. Columbo rekonstruiert aufwendig die Mordnacht und sagt Crawford auf den Kopf zu, wie sich alles abgespielt hat. Durch den Krach, den Aufzug beim Hinauffahren macht, durch die falschen Schuhe, die der Tote trug und durch den Taktstock wird Crawford überführt und schließlich verhaftet.
Zitate:
"Das gefällt mir, da ist Schwung drin." - "Dann sollten Sie vielleicht in den zweiten Gang schalten." - "Oh nein, man kann nie wissen." Dialog zwischen Columbo und Crawford, als der Inspektor den Dirigenten nach Hause chauffiert.
Sonstiges:
In der RTL-Fassung wurde erstmals der gesamte Vorspann übersetzt. Das fängt mit "Peter Falk als" statt "Peter Falk as" an, geht über "Gaststars" statt "Guest Stars" bis hin zu "Koproduzent" statt "Co-Produzent". Was soll denn der Quatsch?
Columbo stört - wie so oft zuvor im Filmgeschäft - mal wieder Studioaufnahmen. Diesmal jedoch keine Film-, sondern Musikaufnahmen.
Nach seiner Verhaftung wird Crawford nach Autogrammen gefragt.
Eine insgesamt gelungene Episode, die zwar nicht zu den absoluten Highlights zählt, aber doch einige amüsante Szenen enthält sowie eine Story, die in sich stimmig ist. Vielfach wurde Kritik laut, dass Columbo den Mörder nicht wirklich überführt, da er nur Indizien zur Belastung vorbringt. In der Tat ist der Beweis wieder einmal sehr dünn und im wesentlichen wird nur das scheinbar perfekte Alibi zerstört. Davon sollte sich der geneigte Zuschauer aber nicht um das Vergnügen dieser Episode ... Weiter lesen
Querverweise:
Richard Riehle spielt in dieser Episode wieder Columbos Assistenten Sergeant Degarmo. Diese Rolle spielte er erstmals in der Folge 67 "Ashes to Ashes" / "Das Aschenpuzzle".
Patrick McGoohan spielte in zahlreichen weiteren Folgen mit und führte darüber hinaus in vielen Episoden Regie. "Nur" Mörder war er in der Folge 28 "By Dawn's Early Light" / "Des Teufels Corporal " (für seine Leistung gewann er einen Emmy), gleichzeitig Mörder und Regisseur war er in den Episoden 34 ... Weiter lesen
Mörder
Opfer
Findlay Crawford (Billy Connolly)
Gabriel McEnery (Chad Willett)
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